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Radelbilanz

Geister-Vigli

Nun ist die Aktion mit-dem-Rad-zur-Arbeit bald zu Ende. Der Weg zur Arbeit war von meinen Radelstrecken der kleinste Anteil. Aber doch ein wichtiger, denn mit keinem Verkehrsmittel wäre ich sonst so schnell und günstig unterwegs. Auch wenn ich mich manchmal ärgere, weil ich mal wieder durch den Regen muss, ist das nicht wirklich ein Problem. Die Aktion hat für mich eigentlich nichts verändert, denn ich radele schon seit Schulzeiten zu meinen Pflichten.  Ich fand es aber ganz nett, mit dem einen oder anderen über die Aktion zu plaudern und für manche war es wirklich eine neue Motivation. Mein Traum wäre, dass viel viel mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit fahren. Dann würde es bestimmt auch nicht mehr so auffallen, wenn ich mal wieder einen schwarzen Kettenabdruck am Bein habe;-)

Autos auf dem Radweg

Geister-Vigli

Heute morgen parkte auf meinem Radweg zur Arbeit ein Auto. Der Fahrer stand mit seinem Hund neben dem Wagen. Das war offensichtlich ihr “Morgengassi”. Die Autotür war geöffnet, so dass nicht nur der Rad- sondern auch der Fußweg blockiert war. Als ich sagte “Das ist ein Radweg!” erschrak der Falschparker und entschuldigte sich immerhin, er habe mich nicht gesehen. Möglicherweise hat er auch nicht gesehen, dass er nicht auf einem Parkplatz steht?? Damit erging es mir jedenfalls immerhin noch besser, als dem Radler, den ein Motorradfahrer kurzerhand auf die Alleestraße warf, nachdem er sich über das Motorrad auf dem Radweg beschwert hatte (siehe heutige WAZ). Aber so richtig optimal ist beides nicht!

Die Ampeljagd

Auf meinem Weg zur Arbeit gibt es eine Ampel. Sie hat sowohl Lichter für die Autofahrer, als auch die Radler. Wir Radfahrer bekommen immer zuerst grün. Ich nehme an, das soll ein Vorteil sein. So können  wir vor den Autofahrern in die anschließende Unterführung einfahren während sie uns dabei gut im Blick haben. Das Ergebnis ist aber ein anderes. Häufig steht dort zum Beispiel ein Riesenlaster neben mir an der Ampel. Sein Fahrer weiß, er ist stärker als ich. Und ich weiß, dass wir nicht nebeneinander in die Unterführung passen. Sobald der Autofahrer grün hat, drückt er das Gaspedal durch und versucht meinen Vorsprung wieder auszulöschen. Das gelingt ihm leicht und ich tue gut daran, mich in Sicherheit zu bringen bis der Schwertonner weg ist. Gut gemeint ist eben nicht immer gut. Ich würde mir wünschen, dass an allen solchen Ampeln die Autofahrer zuerst grün haben, sie sind schließlich schnell weg und anschließend habe ich viel besser Platz auf der Straße.

Geister-Vigli

Arbeits- und Urlaubswege

Geister-Vigli

Nun war ich eine Woche in Urlaub. Da bin ich auch rad gefahren, teilweise größere Distanzen als ich es so im täglichen Leben gewöhnt bin. Allerdings mit meinem Rennrad und nur mit leichtem Gepäck. Und anschließend musste ich nicht am Schreibtisch sitzen sondern konnte mich ausruhen. Das ist dann schon etwas anderes. Selbst der Regen im Urlaub ist anders. Ärgerlich zwar, wenn er einem die schöne Aussicht vernebelt, aber es spricht auch nichts dagegen eine Tour frühzeitig zu beenden oder sich anschließend gemütlich unter der Dusche zu erwärmen. Anders ist es mit dem Weg zur Arbeit. Wenn es so richtig schüttet, muss ich mich auch nach schlappen 2 km schon neu einkleiden, damit ich nicht den ganzen Tag tropfend am Schreibtisch sitze. Logistisches und sportliches Radeln sind also zwei ziemlich verschiedene Dinge. Logistisches Radeln macht nicht immer Spaß. Manchmal habe ich mir in solchen nassen Momenten ein Auto (oder noch besser einen Hubschrauber;-) gewünscht. Aber andererseits bin ich froh, dass ich auch an langen Arbeitstagen noch merke, wie es draußen ist. Wie der Wind riecht, der Sommer, der nasse Boden, wie sich die Sonne anfühlt und das Leben jenseits der Klimaanalagen überhaupt. Also bleibe ich ein Logistikradler. Heute scheint ja auch die Sonne und alles ist kein Problem…..

Was für ein Verkehr!!

Geister-Step

Geister-Step

Seit über 15 Jahren fahre ich jetzt schon jeden Arbeitstag den gleichen Weg zur Arbeit.
Und heute morgen war alles fast wie immer, d.h. es haben mich die gleichen Radler überholt und es sind mir die gleichen entgegengekommen wie immer.

Das sind immer nicht so viele und da wir uns jeden Tag sehen, grüßen wir uns mittlerweile auch. Das Grüßen von Artverwandten ist ja nun auch Usus, solange sie nicht zu häufig vorkommen (Motorradfahrer grüßt Motorradfahrer, Läufer grüßt Läufer, usw. – solange es nicht zu viele davon gibt (Autofahrer grüßt Autofahrer nicht!))

Nur: Heute waren noch 5 zusätzliche Radler unterwegs – insgesamt also 10!!

Das liegt wahrscheinlich an der Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit” :-)

Radwegs “Nirwana”

Geister-Vigli

Radwege verschwinden, genauso wie der Sonnenschein. Nachher ist jeder froh, sie überhaupt gehabt zu haben, die Sonne und die Radwege (siehe auch Kommentar von Monika Zaghow zu “Radwegs Geisterfahrer ich”). Aber nicht immer. Es ist bestimmt manchmal gefährlicher von einem verschwindenden Radweg abzuspringen, als gar keinen gehabt zu haben. Zum Beispiel an der Alleestraße. Da wiegt sich der Radfahrer einen Kilometer lang in Glückseligkeit und radelt friedlich im Kultur-getränkten Schatten der Jahrhunderthalle. Dann ist Schluss. Der Radweg führt direkt auf die vierspurige Straße, der strampelnde Mitbürger wird quasi übergangslos dem Autoverkehr zum Fraß vorgeworfen. An der Ampel ist den Straßenbauern wieder eingefallen, dass es auch Zweiräder gibt. Sie bekommen ein extra grünes Licht. Das Zweiradlicht ist so geschaltet, dass es zuerst grün wird und erst 30 Sekunden später dürfen auch die Autos starten. Ich vermute, damit sie besser auf die Radler zielen können.

Wären die Radler die ganze Zeit auf der Straße unterwegs, dann hätten sich die Autofahrer vielleicht daran gewöhnt. Deswegen ignoriere ich manchmal den nirwanischen Radweg. Aus Rücksicht auf die Autofahrer sozusagen. Da möchte ich jetzt nur mal wissen, ob das jemals ein Autofahrer versteht?!

Es grünt so grün

Geister-Vigli

Mein Radweg führt direkt über eine Autobahnbrücke. Da standen heute Morgen (wie so oft) die Autos, als wollten sie parken. Ich glaube, sie wollen aber eigentlich irgendwohin:-) Mein Rad rollte dagegen von lockerer Geisterhand gelenkt entlang grünen Brachlands, in dem übrigens auch die Brombeeren wunderbar gedeihen.

grünes Bochum entlang der Radwege

grünes Bochum entlang der Radwege

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